Seminarkalender

HOAI

Was bleibt von der HOAI 2013? Was bringt die HOAI 2021? – Honorarermittlung und Honorarrecht

Termin: 27.11.2020 / 09:00 - 16:30 Uhr in München/Ismaning Hotel zur Mühle

Preis: EUR 478,00 zzgl. MwSt. inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen und alkoholfreien Getränken

Thema des Seminars

Was bleibt von der HOAI 2013? Was verändert sich an den Strukturen der geplanten HOAI 2021 konkret?

Welche Auswirkungen haben das EuGH-Urteil und der Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen und Änderung vergaberechtlicher Bestimmungen (ArchLG), aus dem sich die neue HOAI ableitet?

Weil Mindestsätze nicht mehr als verbindliche Untergrenze gelten, können Sie die Honorarhöhe nach Art und Umfang der Aufgabe frei kalkulieren und leistungsgerecht vereinbaren. Die in den Honorartafeln angegebenen Basishonorarsätze für Grundleistungen gelten, wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde. Damit diese wirksam ist, muss Sie in Textform erfolgen. Die HOAI 2021 (als Vorordnung) regelt die Berechnungsgrundlagen von Honoraren und bietet wichtige Orientierung für die angemessene Honorarhöhe.

Künftig werden die Honorartafeln der HOAI der Honorarorientierung für Grundleistungen und zur Abgrenzung der Besonderen Leistungen dienen. Wichtig ist, dass nach dem Gesetzentwurf der Grundleistungskatalog der HOAI 2021 bei Flächen-, Objekt- oder Fachplanungen deutlich erweitert werden soll. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit Leistungen bei Vergabeverfahren oder Beratungsleistungen.

Es ist davon auszugehen, dass öffentliche Auftraggeber weiterhin bei der Preisbildung die Kalkulationsgrundlagen der HOAI beziehen. Nach dem Vorbild der VOB/A könnten Honorarangebote so bewertet werden, dass die Angemessenheit geprüft wird, wenn Abweichungen von den neuen Basishonorarsätzen von mehr als 10 Prozent vorliegen. Dies setzt in VgV-Verfahren für Planungsleistungen fundierte Kenntnisse der HOAI sowie eindeutige und vollständige Leistungsbeschreibungen voraus, damit Sie Abweichungen der Mindestangebote erkennen können.

Welche Auswirkungen ergeben die Äfür den Vertragsschluss , auch mit Verbrauchern, den Vertragsinhalt, Grundleistungen, Besondere Leistungen, das Honorar, die Abwicklung von Leistungsänderungen und Leistungsstörungen, Abschlagsrechnung und Schlussrechnung?

Die neue DIN 276 ist seit Dezember 2018 in Kraft. Sie bringt gravierende Änderungen in der Kostenermittlung, -planung und -steuerung und enthält wertvolle Instrumente, um die kostenbezogene Auftraggeber-Beratung auf ein neue, noch höheres, Level zu heben.

Ihr Nutzen:

Sie erhalten Sicherheit bei der Honorarermittlung nach HOAI 2013 und der geplanten HOAI 2021. Sie können Grundleistungen und Besondere Leistungen rechtzeitig erkennen.

Erfahren Sie, wie Sie ein Leistungsbündel aus DIN 276/2018 und Leistungen nach HOAI schnüren, damit das Honorar leistungsgerecht nach Maßgabe der Strukturen HOAI in der jeweils gültigen Fassung abgerechnet werden kann.

Sie vermeiden Streitigkeiten bei der Honorarabrechnung, weil Sie Planernachträge bei Planungsänderungen, Bauablaufänderungen oder Bauzeitverzögerungen rechtzeitig erkennen und rechtssicher verhandeln.

Sie erhalten Antworten zu ausgewählten Spezialfragen.

Teilnehmerkreis:

Architekten, Ingenieure, Generalplaner, gewerbliche und öffentliche Auftraggeber, Führungskräfte, Bauprojektleiter, Bauleiter, Projektsteuerer, und alle, die mit der Durchführung von Bauvorhaben befasst sind.

Dauer: 9.00 – 16.30 Uhr

Ihr Referent:
Prof. Dr. Gerd Motzke

Seminarinhalt

  • Eingriff des EuGH-Urteils in die Systematik der HOAI und das Preisrecht anknüpfend an die Leistungsbilder und Leistungsbeschreibungen
  • Bericht über den Gesetzentwurf zur neuen HOAI 2020/2021 – Erhalt der Grundstrukturen der HOAI 2013 im Rahmen der Reform
  • Auswirkungen des aktuellen Architekten- und Ingenieurvertragsrechts auf Planerverträge und die Projektabwicklung
  • Planungsgrundlagen (§ 650p Abs. 1 BGB) und Zielfindungsphase (§ 650p Abs. 2 BGB) oder honorarfreie Akquisetätigkeit
  • Bedarfsermittlung und Bedarfsplanung – DIN 18205 und der Planervertrag
  • Festlegung der Planungs- und Überwachungsziele, vertragstypische Leistungspflichten und Vergütung
  • Honorarparameter und Leistungsbilder HOAI 2009 und 2013, Grundleistungen
  • Systematik der Grundleistungen und Besonderen Leistungen
  • Honorarzone, Objektliste/Punktebewertung
  • Leistungsprozente je Leistungsphase
  • Teilleistungsbewertung
    Honorarsatz anrechenbare Kosten nach Kostenschätzung/-berechnung
    – anrechenbare Kosten – Bauen im Bestand
    – Bedeutung der DIN 276, neueste Fassung Dezember 2018
    – Sonderfall Innenraumplanung + Objektplanung Gebäude
  • Besonderheiten bei weiteren Leistungsbildern: TGA und Objektplanung Gebäude
  • Tragwerke als Objekt
  • Abgrenzungsfragen Objekte in einzelnen Leistungsbildern: Gebäudebegriff, Anlagenbegriff Hilfestellung aus der DIN 275 Kostengruppe 400
  • Vertragsgegenstand und Trennungsgrundsätze (§ 11 HOAI)
  • Abrechnung bei der Technischen Ausrüstung (§ 54 + § 53 HOAI + DIN 276)
    Die Besonderheiten der Planung im Bestand: Besondere Leistungen, Kosten der mitzuverarbeitenden Substanz (§ 4 Abs. 3 HOAI), Umbauzuschlag (§ 6 Abs. 2, § 36 HOAI)
  • Das Honorar bei gestörter Planungs- und Bauzeit
  • Nebenkostenvereinbarung – Nebenkostenregelung
  • Honorar bei Änderungsplanung – Nachtragshonorar: Honorarfolgen bei Änderungen des Leistungsumfangs und Planungsziele
  • – Pauschalhonorar
    – Stundensatz und Aufwand
  • Honorar bei entfallenden Leistungen
  • Honorar bei Kündigung und Abrechnungsregeln
  • Abnahme der Planungsleistungen
  • Einstandspflichten und Leistungspflichten für Kostensicherheit
  • Kostenobergrenze und Haftung
  • Generalplanerverträge: Besonderheiten bei anrechenbaren Kosten und Zuschlägen
    – Kriterien für die Bewertung von Honorarangeboten – Maßstab HOAI?
    – Honorarermittlung nach HOAI-Kriterien
    – Differenzierung von Grundleistungen und Besonderen Leistungen, Zuschläge
  • Ihre aktuellen Fragen aus der Praxis