Handlungsempfehlungen bei rechtlichen und bauwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise

Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für Baubeteiligte zum Umgang mit rechtlichen und bauwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise zur wirtschaftlichen Abwicklung von Bauprojekten

Seit Mitte Februar 2020 werden Probleme im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19-Pandemie auf Baustellen, in Planungsbüros und bei Bauherren erkennbar. Der „Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für Baubeteiligte zum Umgang mit rechtlichen und bauwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise zur wirtschaftlichen Abwicklung von Bauprojekten“ soll der Lösungsfindung dienen. Die Vorschläge werden im rechtlichen Teil des Leitfadens juristisch eingeordnet und sollen Projektverantwortlichen rechtlich und bauwirtschaftlich tragfähige Lösungen bieten.

Dank einer Checkliste zur Handhabung von Behinderungen und durch die Corona-Krise bedingte Beeinträchtigungen der Baustelle wird der Leser in kürzester Zeit rechtlich handlungsfähig. Es werden Handlungsempfehlungen gegeben, wie in rechtlich tragfähiger Form Nachtragsabschlüsse die erfolgreiche Abwicklung des Bauvorhabens befördern können.

Lösungen für mehrjährigen Baustillstand

Der bauwirtschaftliche Teil des Leitfadens basiert auf Rechenregeln, die sich bei einem öffentlichen Großbauvorhaben mit einer Vielzahl an beteiligten Unternehmen und einem mehrjährigen Baustillstand als Lösungsmodell bewährt haben. Bei der Mehrzahl der betroffenen Unternehmen konnten auf diesen Berechnungsgrundlagen Fortführungsvereinbarungen getroffen werden. Diese umfassen die Vereinbarung einer längeren Bauunterbrechungsdauer, nach der eine Kündigung möglich ist (§ 6 Abs. 7 VOB/B).

Weitere Inhalte der Fortführungsvereinbarungen sind Regeln zur Vergütung von vergangenen Leistungsphasen mit reduzierter Leistungserbringung und zur Vergütung von Stillstandphasen, die Regelung zukünftiger Preissteigerungen und die formale Einigung zur Bewertung zukünftiger Phasen mit reduzierter Leistungserbringung.

Rechenmodell für faire Schadenaufteilung

Der Nachweis von Mehrkosten bei Bauablaufstörungen und deren berechtigte Geltendmachung unterliegt hohen Hürden. Es geht um die Dokumentation der Störungsursachen, der Feststellung der Anspruchsgrundlagen und der baubetrieblichen Ermittlung der Anspruchshöhe.

Im Leitfaden finden Sie Rechenregeln, die den Bauvertragsparteien die Möglichkeit konfliktvermeidender Fortführungsvereinbarungen und eine faire Schadenaufteilung ermöglichen. Das Rechenmodell ist durch die Vertragsparteien leicht nachzuvollziehen und ohne aufwändige Unterstützung schnell zu handhaben.

Konflikte mit Pragmatismus lösen

Meist können Stillstände beim Bauen durch einen guten Dialog vermieden werden. Hierzu gehören plausible Lösungen, um die notwendige Rechts- und Durchführungssicherheit zu erzielen. In dem Leitfaden erhalten die Beteiligten Handlungsempfehlungen, Konfliktsituationen mit Augenmaß, Pragmatismus und der jeweiligen Situation angemessen zu verhandeln.

Als Kunde bieten wir Ihnen die Gelegenheit zum kostenfreien Download des Leitfadens mit Handlungsempfehlung zum Umgang mit rechtlichen und bauwirtschaflichen Auswirkungen der Corona-Krise informieren.

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