„Rechtssichere Musterbriefe zur VOB/B“ von Rosina Sperling und RA Axel Sperling

Wir freuen uns, dass die dritte Auflage der bewährten Musterbriefe zur VOB/B bei der DIN A Media GmbH veröffentlicht wurde. Sie berücksichtigen die Auswirkungen des Bauvertragsrechts und die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.

Unwirksame Vorschriften

Eine Überarbeitung der Musterbriefe zur VOB/B war wichtig, weil einige Vorschriften der VOB/B lückenhaft oder vom Bundesgerichtshof als unwirksam betrachtet werden, wenn die VOB/B Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen nicht als Ganzes vereinbart werden.

Häufig vereinbaren die Vertragsparteien Ergänzungen im Bauvertrag, die bewirken, dass die VOB einer AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle nicht mehr Stand hält. In diesem Fall entfällt ihre Privilegierung. Dies führt sowohl aufseiten der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer zu erheblichen Erschwernissen bei der Abwicklung der Bauvorhaben und des Schriftverkehrs.

Mit professionellen Formulierungen Streitereien vermeiden

Die Bestimmungen der VOB erleichtern sowohl dem Auftraggeber als auch dem Auftragnehmer die Durchführung von Bauaufträgen. Es ist jedoch erforderlich, dass fundiertes Wissen vorhanden ist und die Vorschriften in der Praxis rechtssicher angewendet werden. Die VOB/B legt den Vertragsparteien jedoch eine Vielzahl von Hinweis- und Anzeigepflichten auf, die erfüllt und dokumentiert werden müssen.

Nur wer seine Ansprüche rechtzeitig und nachweisbar geltend gemacht hat, ist im Falle eines Streits erfolgreich. Eine professionelle und rechtlich aktuelle Formulierung der jeweiligen Anspruchsgrundlagen ist hilfreich – während und nach der Bauzeit. Durch die detaillierte Beschreibung der einzelnen Anwendungsfälle wird das Auffinden der relevanten Musterbriefe in der Formularsammlung sowohl für den Auftraggeber als auch für den Auftragnehmer erleichtert.

Weitere Fragen zur VOB/B beantworten die Verfasserin und der Verfasser in VOB/B-Online- und Präsenzseminaren.

Das Buch und die Seminare richten sich an:

Projektsteuerer, Auftraggeber:innen und Auftragnehmer:innen, Bauträgerschaft, Generalunternehmerschaft, öffentliche Behörden, Architektur- und Ingenieurbüros, Bauplanung, Sachverständige, Projektmanagement.