Lehrgang Streitlöser und Wirtschaftsmediation in München

Baumediation München: BVM Streitlöser-Lehrgang

Fortbildung Streitlöser DGA-Bau Zert® für außergerichtliche Streitbeilegung

Datum Ort Seminar Kategorie Status
16.10.2026 The Rilano Munich, Domagkstraße 26, 80807 München Stärkung der Kommunikations- und Konfliktkompetenz sowie Self- und Power – Resilienz, Abgrenzung und innere Haltung Streitlöser/in DGA-BAU-ZERT®, Wirtschaftsmediator/in Anmelden
22.01.2027 - 10.07.2027 München/Ismaning, Hotel zur Mühle Streitlöser:in DGA-BAU-ZERT® für die Bau- und Immobilienwirtschaft – Lehrgang 10.0 Soft Skills, Streitlöser/in DGA-BAU-ZERT® Anmelden
13.05.2027 - 17.09.2027 München/Ismaning, Hotel zur Mühle Wirtschaftsmediator-Ausbildung für Streitlöser in der Bauwirtschaft 10.0 Streitlöser/in DGA-BAU-ZERT®, Wirtschaftsmediator/in Anmelden
Erst beim Klick auf den Video-Abspielbutton wird eine Verbindung zu den YouTube-Servern hergestellt und dort werden Daten durch YouTube erhoben.

Was ist der Streitlöser-Lehrgang?

Im Lehrgang zur Weiterbildung als Streitlöser:in DGA-Bau-Zert® (22.01.–10.07.2027 in Präsenz und online) vermitteln erfahrene Referent:innen den Teilnehmenden Kenntnisse und Fähigkeiten zur außergerichtlichen Streitbeilegung. Als Teilnehmer erweitern Sie Ihre Kompetenzen in Konfliktlösung, erfolgreicher Kommunikation und Verhandlungsführung.

Sie erfahren die Kriterien für eine geeignete Verfahrensauswahl bei der außergerichtlichen Streitbeilegung, wenn Sie selbst als neutraler Dritter Baustreitigkeiten lösen. Lernen Sie mehr über geeignete Methoden: Konfliktmoderation, Baumediation, Schlichtung, Adjudikation sowie Schiedsgutachten und Gerichtsverfahren.

Teilnehmer:innen der Weiterbildung

Die 16-tägige Weiterbildung zum/zur Streitlöser:in DGA-Bau-Zert® bietet Experten aus der Bau- und Immobilienwirtschaft neue berufliche Perspektiven und Karrieremöglichkeiten.

  • Architekten, Ingenieure und Betriebswirte mit mindestens 5-jähriger baubetrieblicher/bautechnischer Praxiserfahrung im Bauwesen, Führungskräfte, Projektleiter, Projektsteuerer, ö.b.u.v. Bausachverständige
  • Juristen mit mindestens 5-jähriger baurechtlicher Praxiserfahrung, Fachanwälte für Bau- und Architektenrecht, Richter (a.D.)
  • Unternehmer, Meister oder Führungskräfte des Bauhauptgewerbes und Nebengewerbes, mit mindestens 5-jähriger Berufserfahrung

Blättern Sie durch unsere Online-Broschüre! Sie finden dort alle Module, Termine, Informationen zu Veranstaltungsorten für die Weiterbildung. Lernen Sie außerdem unsere Referent:innen und ihre Schwerpunkte kennen.

Ablauf des Lehrgangs

Die Module finden in der Regel einmal im Monat statt – donnerstags, freitags und samstags, von 9:00 Uhr bis 18:30 Uhr. Für Details scrollen Sie bitte nach unten oder besuchen Sie den Lehrgangskalender. Tagungsort ist das Hotel zur Mühle, Kirchplatz 5, 85737 Ismaning bei München. Die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen begrenzt.

Als ausgebildeter Streitlöser können Sie sich weiter fortbilden zum Zertifizierten Wirtschaftsmediator für das Bauwesen und Immobilienwesen, Im Zeitrahmen vom 13.05.2027 bis zum 17.09.2027.

Anerkannte Fortbildung bei Architektenkammern

Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat den 22-tägigen Weiterbildungslehrgang „Streitlöser DGA-Bau-Zert® für die Bau- und Immobilienwirtschaft – Wirtschaftsmediation und außergerichtliche Streitbeilegung“ als anerkannte Fortbildung zertifiziert. Berufserfahrenen Teilnehmern werden 150 Stunden bescheinigt. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat über die erfolgreiche Qualifizierung zum/r Streitlöser:in DGA-Bau Zert® für die Bau- und Immobilienwirtschaft.

Alle aktuellen Informationen zu der Weiterbildung, Terminen und ausführliche Profile unserer 15 spezialisierten Referent:innen finden Sie auf der BVM-Website oder unter www.dga-bau.de. Bei Fragen – einfach anrufen: Rosina Sperling, Geschäftsführerin der BVM, Tel. 089 92090910.

Lesen Sie unter Seminarförderung, welche finanziellen Förderungen möglich sind.

Sie befinden sich in einem Konfliktfall und suchen das geeignete AdR-Verfahren? Auf der Seite der DGA-Bau e.V. finden Sie Kontakte von qualifizierten Streitlöser:innen.

Das lernen Sie im Lehrgang:

  • An 3 Tagen berbeiten wir baubetriebliche/bauwirtschaftliche Konflikte und verfahrensoffene Lösungsansätze in der Bauplanung, der Bauausführung und im Bauprojektmanagement bearbeitet.
  • An 3 Tagen erfahren Sie mehr über baurechtliche Konflikte und Lösungsansätze im Bauvertragsrecht, Architektenrecht, Ingenieurrecht und in der HOAI.
  • An 10 Tagen erwerben Sie die wesentlichen Verhandlungs- und Konfliktlösungskompetenzen gemäß der Verordnung über die Aus- und Fortbildung zum Mediator.
  • An 2 Tagen können Sie den Lehrgang Streitlöser DGA-Bau-Zert® mit Digitalkompetenzen zur online oder hybrid durchzuführenden Konfliktklärung, Moderation und Mediation ergänzen.
  • An 4 Tagen können Sie den Lehrgang Streitlöser DGA-Bau-Zert ® mit weiteren Ausbildungsinhalten ergänzen und Zertifizierte:r Mediator:in Wirtschaftsmediation werden.

Weitere Informationen zu den Modulen und Referent:innen des Lehrgangs finden Sie im Lehrgangskalender.

Erst beim Klick auf den Video-Abspielbutton wird eine Verbindung zu den YouTube-Servern hergestellt und dort werden Daten durch YouTube erhoben.

Ausbildung zum Wirtschaftsmediator

Direkt im Anschluss an den Streitlöser-Lehrgang können Sie die Qualifikation „Zertifizierte:r Wirtschaftsmediator:in“ erwerben.

In 5 Tagen verdichten wir die Ausbildungsinhalte der Verordnung über die Aus- und Fortbildung zum/zur Zertifizierten Mediator:in. Die Agenda finden Sie in unserem Wirtschaftsmediation-Lehrgangskalender.

Unsere Referent:innen bearbeiten mit Ihnen baubetriebliche/bautechnische Konflikte und Lösungsansätze in der Bauausführung und im Baumanagement. Zudem werden Ansätze zu baurechtlichen Konfliktlösungen im Architekten-, Ingenieur- und Bauvertragsrecht und der VOB behandelt. Optional beschäftigen wir uns auch mit Verfahren zur Bürgerbeteiligung und zu Bauplanungen.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Weiterbildungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft leistet. Insbesondere vor dem Hintergrund der umfangreichen Änderungen und potenzieller Konflikte im Architekten-, Ingenieur- und Bauvertragsrecht seit dem 1. Januar 2018 sowie der vielen unwirksamen Vertragsklauseln, die auftreten, wenn die VOB/B nicht als Ganzes vereinbart wird.

Mediation in der außergerichtlichen Streitbeilegung: Hintergrundinformationen

Streitlöser:innen DGA-Bau-Zert® für außergerichtliche Streitbeilegungsverfahren brauchen nicht nur Erfahrung beim Planen und Bauen, sondern auch baubetriebliches/bauwirtschaftliches sowie baurechtliches Wissen, vor allem aber Konfliktkompetenz und Verhandlungssicherheit. Drohende Streitpotenziale müssen rechtzeitig erkannt werden, damit Sie wirksam entgegensteuern und effiziente Konfliktlösungen erreichen können.

Besonderheiten des Bauvertragsrechts sowie des Architekten- und Ingenieurrechts, der HOAI und des Vergaberechts stellen für die Baubeteiligten, insbesondere bei Planungs- und Leistungsänderungen, erhebliche Konfliktpotenziale dar. Die perfekte Verbindung von Theorie und Praxis verschafft Ihnen in Projekten ein hohes Maß an persönlicher Konfliktlösungskompetenz, weil Sie

  • die wichtigsten Werkzeuge der außergerichtlichen Streitbeilegung kennen
  • Baustreitigkeiten nach ökonomischen Prinzipien für die Parteien  lösen
  • baurechtliche und bauwirtschaftliche Vorschriften zur Konfliktlösung richtig anwenden
  • anerkannte Kommunikationstechniken und Verhandlungsstrategien zielgerichtet einsetzen, um folgende Vorteile zu nutzen:
    – Zeit sparen
    – die Liquidität des Unternehmens sichern
    – streitbedingte Bauablaufstörungen vermeiden
    – Kosten für Berater und Gericht senken
    – teure Transaktionskosten im Unternehmen vermeiden
    – Anreize zum Erhalt der Geschäftsbeziehung schaffen und
    – Meinungsverschiedenheiten vertraulich bearbeiten können.

Weiterbildungslehrgang Streitlöser:in DGA-Bau-Zert®

Konflikte in der Bau- und Immobilienwirtschaft sind komplex, weil es viele fachliche, vertragliche und bauwirtschaftliche Kontroversen gibt. Außerdem treffen wir vielfach auf menschliche destruktive Konflikte, die Sie als geschulte:r Streitlöser:in kompetent bearbeiten können.

In der Weiterbildung Streitlöser:in DGA-Bau-Zert® werden baubetriebliche und bauwirtschaftliche Konflikte sowie Lösungsansätze in der Bauplanung, der Bauausführung und in der Projektabwicklung ausführlich erörtert. Sie erfahren, welche baurechtlichen Streitlösungen im Architekten-, Ingenieur- und Bauvertragsrecht gefragt sind, insbesondere wenn es um Nachträge und Entschädigungsansprüche geht.

Sie erfahren Wichtiges über die Alternative Streitbeilegung bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, die bei vielen Bauvorhaben, auch bei kleineren Bauprojekten, zunehmend in der Projektstartphase zum Tragen kommt.

Im Weiterbildungslehrgang Streitlöser:in DGA-Bau-Zert® erläutern erfahrene Referent:innen die Kriterien für die richtige Verfahrensauswahl zur außergerichtlichen Streitbeilegung ebenso wie die charakteristischen Merkmale und Vorteile der Mediation, Schlichtung, der Adjudikation, des Schiedsgutachten- und des Schiedsgerichtsverfahrens. Ausgangsbasis ist die AHO-Schrift Nr. 37 „Konfliktmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft“. Sie wurde unter maßgeblicher Mitwirkung von DGA-Bau-Mitgliedern erarbeitet.

Die Inhalte der einzelnen Module finden Sie in unserem Lehrgangskalender.

Das Institut für Technologie und Management im Baubetrieb des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hat im Auftrag des DGA-Bau zum Thema „Ursachen der Bevorzugung von Gerichtsverfahren gegenüber der außergerichtlichen Streitbeilegung durch die Streitparteien im Bauwesen“ eine Forschungsstudie erstellt.

Das Ergebnis hat gezeigt, dass die Streitparteien Gerichtsverfahren bevorzugen, weil sie nicht genügend Kenntnisse und Erfahrungen bei der außergerichtlichen Streitbeilegung haben. Außerdem fehlen die Kompetenzen im Umgang mit Konflikten. Deshalb werden häufig systematische Widerstände in den Organisationen der Konfliktparteien aufgebaut, die mit entsprechendem Knowhow überwindbar sind.

Wir sind der Auffassung, mit dieser Weiterbildung für die Bauwirtschaft und Immobilienwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Förderung der außergerichtlichen Streitbeilegung leisten zu können. Jeder Baukonflikt braucht das passende Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung.

Eskalation in Baukonflikten

Das von Ihnen als Streitlöser zu wählende Verfahren hängt insbesondere von der jeweiligen Eskalationsstufe des Baukonfliktes ab. Als Streitlöser können Sie Konflikte rechtzeitig analysieren und angemessen reagieren.

Mit den 9 Stufen der Konflikteskalation (siehe Konfliktmanagement: Diagnose und Behandlung von Konflikten in Organisationen von Friedrich Glasl) können Sie anhand dieses Modells drei Ebenen (Win-Win, Lose-Win und Lose-Lose) der Konfliktphasen einteilen. Für die Streitlösung in den jeweiligen Hauptphasen haben sich die folgenden Verfahren bewährt:

  • Stufe 1–3: Konfliktklärungsgespräche und Moderation
  • Stufe 4–6: externe Hilfe durch Streitlöser nötig, z. B. Mediation, Schlichtung, Schiedsgutachten und Adjudikation
  • Stufe 7–9: Machteingriff, Schiedsverfahren/gerichtliches Verfahren.

In unserer Weiterbildung arbeiten wir mit den Grundprinzipien des Harvard-Konzeptes, das als Klassiker der Verhandlungstechnik gilt: weg vom Feilschen und „schlechten Übereinkünften“, hin zu sachbezogenem Verhandeln. In der außergerichtlichen Streitbeilegung können Sie diese Verhandlungsmodell besonders gut anwenden, wenn Baustreitigkeiten vor, zu Beginn oder während der Bauphase entstehen.

Kommunikationsebenen nach dem Harvard-Konzept

In unserer Weiterbildung arbeiten wir mit den Grundprinzipien des Harvard-Konzeptes, das als Klassiker der Verhandlungstechnik gilt: weg vom Feilschen und „schlechten Übereinkünften“, hin zu sachbezogenem Verhandeln. In der außergerichtlichen Streitbeilegung können Sie diese Verhandlungsmodell besonders gut anwenden, wenn Baustreitigkeiten vor, zu Beginn oder während der Bauphase entstehen.

Das Harvard-Konzept unterscheidet zwischen den beiden Kommunikations-Ebenen Sachinhalt (also der zu verhandelnden Streitfrage an sich) und Verhandlungsführung (der Meta-Ebene). Für den Streitlöser besteht das Grundprinzip darin, Streitigkeiten nach Bedeutung und Sachgehalt zu überprüfen. Sie bereiten Ihre Verhandlungen so vor, dass die beste Einigungsalternative (BATNA) für beide Seiten attraktiv ist und vergleichen den Zustand, der ohne Verhandlung als schlechte Übereinkunft (WATNA) zu bewerten ist.

Das Ziel dieser Verhandlungsmethode ist eine beidseitig einvernehmliche, konstruktive Einigung der Parteien mit der Option, die Geschäftsbeziehung erhalten zu können. Als Streitlöser können Sie den Verhandlungspartnern helfen, ein Gesamtpaket innerhalb der ZOPA (=Zone of possible Agreement/Einigungskorridor) zu schnüren.